Rückblende 2002/03
1. Stadtklasse
Die Spannung der Hinrunde hielt auch in der Rückrunde an.  Dabei zeigte sich, dass die drei vornliegenden Mannschaften ihre Position nicht halten konnten. TuS Leutzsch verlor bereits im ersten Spiel gegen die bis dahin punktlose WSG Mitte  und holte in der Rückrunde nur noch 6 Punkte, was die Mannschaft auf den 5. Platz zurückfallen ließ. Auch BW West konnte seine blendende Ausgangsposition (auf Platz 2 trotz zweier offener NH-Spiele) ebenfalls nicht nutzen und holte insgesamt ebenfalls nur noch 6 Punkte, was fast noch den Abstieg gekostet hätte. Bei den Mockauern wird man sich aber mit dem errungenen Pokalsieg durch einem sensationellen 8:0-Erfolg gegen Victoria trösten. Die am ausgeglichenste Mannschaft  stellte in diesem Jahr wohl die HSG Merkur. Schon nach der Hinrunde mit 3 Punkten Rückstand (bei einem NH-Spiel) in Lauerstellung liegend, konnte sie ihre Potenzen besonders in der Schlussphase in die Waagschale legen. Allerdings fiel die Entscheidung um die Erringung Stadtmeisterschaft erst im allerletzten Spiel. Bis dahin konnte immer noch VSM Grün Weiß hoffen.  Die Dölitzer hatten nur eine mäßige Hinrunde, drehten aber im Frühjahr mächtig auf und waren in der Rückrunde die zweitbeste Mannschaft. Besser war nur noch Vorjahresmeister SV Ost 1858. Nur ganze 8 Punkte fuhr er in der Hinrunde ein und man fand sich auf einem ungewohnten Abstiegsplatz wieder. Zu Beginn der Rückrunde machte die Mannschaft viel Boden gut. Und als man Merkur mit 1:0 besiegte, keimten kurzfristig sogar  Hoffnungen für den Staffelsieg  auf. Die mussten dann aber nach 2 Remis wieder begraben werden. Aber ein 3. Platz in der Endabrechnung ist doch noch ansprechend. Victoria holte in jeder Runde 11 Punkte, hatte einige sehr gute Spiele  vor allem gegen die Mannschaften der oberen Tabellenhälfte (außer gegen Grün Weiß) geliefert, hatte aber auch unliebsame Niederlagen zu verkraften. So musste die Elf aus Möckern, die  das Pokalendspiel nach einem Erfolg über SV Ost im HF erreichte, hier aber ein Desaster erlebte, sich mit dem 4. Platz bescheiden. TSV Grünau konnte sich in der Rückrunde ebenfalls nicht steigern. 7 Punkte in der Rückrunde waren zu wenig, um dem Abstieg , wenn auch sehr knapp, zu entrinnen. Die Elf hat aber wohl genügend Potenzen, um postwendend die Rückkehr ins Oberhaus zu schaffen. Für die WSG Mitte, die im September ihr 40-jähriges Bestehen feiert, war das gesamte Spieljahr wohl eine Pleite. Nur einmal machte sie von sich reden, als sie den damaligen Tabellenführer am Anfang der Rückrunde vom Thron stürzte. Alle anderen Spiele gingen rundum verloren. Es ist nur zu hoffen, dass sich die Mannschaft in der 2. Stadtklasse wieder fängt. 
 
2.Stadtklasse
Die Tabelle der Hinrunde hat sich in der Rückrunde nur auf zwei, allerdings entscheidenden Positionen verändert. Glückauf 74 hat in der Rückrunde durch durchweg solide Leistungen seine Poolposition  behauptet und spielt nach langer Zeit nun wieder erstklassig. LVB Heiterblick stabilisierte sich mit verhältnismäßig großem Spielerkader und konnte den 4. Platz nach der Hinrunde noch mit dem nach eigenen Aussagen nicht angestrebten 2. Platz erreichen. Auch diese Mannschaft war lange nicht im Oberhaus zu sehen. Man darf gespannt sein, wie sich die beiden Aufsteiger  dort etablieren werden. Aufstiegsabsichten hatte sicher auch der FC Sachsen. Im Herbst noch auf Platz 2 liegend, bauten die Leutzscher gegen Ende ab. In den letzten 4 Spielen gelang kein voller Erfolg mehr. Neuling SV 1899 spielte fast zwei gleichmäßig gute Serien und kam damit auf Platz 3. Die entscheidenden Punkte für mehr verloren die Lindenauer gegen die beiden Aufsteiger. Turbine war wohl als einzige Mannschaft  weder von Aufstiegsträumen noch vom Abstiegsgespenst geplagt. Sie holten die notwendigen Punkte gegen die hinter ihr liegende Mannschaften und gab die Punkte an die  besser platzierten Mannschaften ab. ASL Paunsdorf hat viel von seiner frühren Stärke verloren und spielte keine Rolle. Nur einen einzigen Punkt - ausgerechnet gegen den Aufsteiger Heiterblick - war die gesamte Ausbeute. In neuer Umgebung - jetzt als SV Brehmer spielend - wird sich die Mannschaft hoffentlich stabilisieren. Um den zweiten Absteiger kämpften Neuling Aufbau Entwurf und VSM Städtebau. Am Ende der Hinrunde nahm diesen Platz noch Aufbau ein. Am Ende mussten aber die Städtebauer absteigen. Entscheidend war hier die schlechte personelle Lage der Städtebauer (4 Spiele der Rückrunde wurden in Unterzahl  absolviert) und der starke Endspurt der Probsthaidaer (Sieg gegen FC Sachsen, Remis gegen Turbine). Auf die Städtebauer, die zum ersten Mal in die 1. KK abgestiegen sind, kommen schwere Zeiten zu, wenn sich nicht die Personallage erheblich verbessert.
 
1. Kreisklasse
Wie schon im Vorjahr hat ATV 1845 wieder den Staffelsieg geschafft und den Aufstieg (warum eigentlich?) verzichtet. Sehr ausgeglichen präsentierte sich TSV 76, die in Hin- und Rückrunde jeweils 13 Punkte holte, was den Aufstieg in die 2. SK brachte. Motor Gohlis Nord als beste Rückrundenmannschaft konnte als Dritter auf Grund des Verzichtes als Dritter noch den Aufstieg schaffen. Dabei sah es im Herbst , als man mit 8 Punkten auf einem Abstiegsplatz stand,  noch gar nicht danach aus. West 03 verspielte diesen Platz im letzten Spiel mit einem deftigen 0:5 gegen TSV 76 und kam nur auf Platz 4 ein. Dabei hatte man im NH-Spiel Mitkonkurrent MoGoNo noch besiegt. SV 1910 schien sich von Beginn an jenseits von gut und böse anzusiedeln, denn man bewegte sich fast   immer zwischen Platz 4 und 5. TSV Wahren holte in beiden Serien jeweils 9 Punkte, was nicht unbedingt zum Klassenerhalt reichen muss. Blauweiß Lindenau (künftig als BSV Schönau II) kam ihnen aber dahin entgegen, dass diese Mannschaft in der Rückrunde regelrecht eingebrochen ist und keinen Punkt mehr holte. Die 9 Punkte , in der Hinrunde reichten sie für Platz 5,  bedeuten den Abstieg in die 2. KK. Die Stadtwerke hatten eine schwache Hinrunde, in der nur ein Punkt auf der Habenseite verzeichnet werden konnte. Die Steigerung  im Frühjahr reichte jedoch nicht, um den Abstieg zu verhindern. 
 
2.Kreisklasse
Großes Durchhaltevermögen bewies das Bahnstromwerk.  Die Überraschungsmannschaft der Hinrunde holte in der 2. Serie nur noch 8  Punkte. Damit verteidigte man jedoch den 1. Platz bis zum Ende.  Überraschend  kam Energetik  noch auf den 2. Platz ein, nachdem man im Herbst mit 7 Punkten noch auf Rang 6 stand.  19 Punkte in der Rückrunde ist schon rekordverdächtig; soviel holte das BSW in der 1. Runde. Für die SG Seehausen hat es nicht ganz gelangt. Die Spieler werden wohl selbst wissen, wo man das angestrebte Ziel verspielt hat. Insgesamt ist der positive Entwicklungstrend aber nicht zu übersehen. Markkleeberg stand  nach Abschluß der 1. Serie auf Platz 2, holte aber in der Rückrunde nur noch 5 Punkte und fiel auf Platz 4 zurück. Während sich die GehörlosenSV  in der Rückrunde nicht steigern konnten, stabilisierten sich LSV Südwest, BSV Schönau und PKM Anlagenbau. Der Tabellenletzte avansierte zusammen mit Seehausen zur zweitbesten Rückrundenmannschaft. 
Interessant ist ein getrennter Vergleich der der Hin- und Rückrunde.
Hinrunde Punkte Rückrunde Punkte
1. Bahnstromwerk 19  1. Energetik 19
2. Markkleeberg 14 2. Seehausen 10
3. Seehausen 13 3. PKM Anlagenbau 10
4. GSV 9 4. LSV Südwest 9
5. LSV Südwest 7 5. Bahnstromwerk 8
6. Energetik 7 6. GSV 8
7. Schönau 6 7. Schönau 8
8. PKM Anlagenbau 4 8. Markkleeberg 5
 
Torstatistik:
Klasse Gesamttore Durchschnitt pro Spiel
1.Stadtklasse 221 3,95
2.Stadtklasse 178 3,18
1. Kreisklasse 180 3,21
2. Kreisklasse 272 4,86
Gesamt 851 3,80