Rückschau auf das Spieljahr 2004/05

1. Stadtklasse

 

SV Ost gab einmal mehr wieder den Ton in der höchsten Spielklasse an.  Die Sellerhäuser gaben den schon nach der Hinrunde erreichten Platz an der Sonne nicht mehr ab. Nur einmal , nach dem 11.Spieltag, als man gegen BW West verlor, konnte die Mitkonkurrenz leichte Hoffnung spüren. Doch im entscheidenden Spiel gegen Merkur ließ der neue Meister nichts anbrennen und distanzierte seinen Rivalen klar mit 6:0. Mit einem 8:1 gegen Glückauf  sorgte er auch für das höchste Ergebnis in dieser Staffel.   Merkur (künftig als BSV Schönau I spielend) hatte eine durchwachsene Hinrunde, stabilisierte sich aber nach dem ersten Rückrundenspiel, verlor nur noch das genannte Spiel und sicherte sich so die Vizemeisterschaft. BW West   zeigte sich teilweise beeindruckt von der Härte der Kontrahenten und spielte sogar mit dem Gedanken des Rückzuges aus der obersten Spielkasse, doch nach dem Erfolg gegen den Meister war der Frust wieder vergessen. Aus den letzten drei Spielen holte man 7 Punkte und sicherte sich  Platz 3  in der Meisterschaft. LVB Heiterblick hat sich in der 1. Stadtklasse festgesetzt. Eine stärkere Rückrunde (beachtlich das 2:0 gegen Merkur zum Auftakt) ließ die Connewitzer nicht mehr auf einem Abstiegsplatz erscheinen. Mit Platz 4 können die Spieler um Jürgen Fischer und Dieter Eulitz durchaus zufrieden sein.  Aufsteiger FC Sachsen zeigte eine starke Hinrunde, wo sie ihr Leistungsvermögen voll ausschöpften. Den 2. Platz konnten die Leutzscher in der Rückrunde aber nicht behaupten, hatten ein paar Durchhänger zu verkraften und fielen noch auf den 5. Platz zurück. Der Sieg im Pokalfinale lässt aber manches andere schlechtere Spiel vergessen. VSM Grün Weiß, wohl mit höheren Zielen gestartet, stand nach der Hinrunde wider Erwarten auf einen Abstiegsplatz und musste sich in der Rückrunde mächtig strecken, um von diesem Platz herunterzukommen. Mehr als Platz 6 war wohl in diesem Jahr dann auch nicht drin. Der zweite Aufsteiger Motor Gohlis Nord  wurde allgemein als stärker eingeschätzt.  Lief die Hinrunde mit Platz 5 noch ganz passabel, war der Einbruch in der Rückrunde, wo ganze 4 Punkte zu Buche stehen, kaum zu erklären. Damit war der Abstieg nicht zu vermeiden. Überhaupt kein Bein auf den Rasen brachte Glückauf 74. Schon nach der Hinrunde abgeschlagen, kam auch im Frühjahr keine Steigerung zutage. Die Schönefelder waren vom ersten Spieltag an auf einen Abstiegsplatz zu finden, den sie nicht einmal verließen. Hannes Straube wird sich wohl was einfallen müssen, um sein Team für das nächste Jahr besser zu  rüsten.

Als bester Torschütze hat sich Steve Schmidt (LVB Heiterblick) mit 15 Treffern knapp behauptet.

 

2. Stadtklasse

SV 1899 hat es endlich einmal geschafft. In den letzten Jahren spielte man meist um die Aufstiegsplätze mit, aber gereicht hatte es da am Ende nie. Die Lindenauer sind noch spielstärker geworden und haben auch Ausdauer bewiesen, so dass sie zurecht den Spitzenplatz, den sie seit dem 8. Spieltag nicht mehr abgaben, eroberten. Da störte auch der 1:6-Einbruch gegen WSG Mitte nicht, da es die einzige Niederlage der Rückrunde blieb. Absteiger TuS Leutzsch hatte eine gute erste Runde hingelegt, schwächelte aber zu Beginn der Rückrunde, denn der erste Sieg gelang nach zwei Remis und zwei Niederlagen erst am 12. Spieltag. Die Konkurrenz schien das aber nicht bemerkt zu haben, denn Nutzen konnten sie daraus nicht  ziehen. So blieben die Leutzscher trotzdem seit dem 4. Spieltag immer auf einem Aufstiegsplatz. TSV Grünau  war der Unentschieden-Spezialist der Staffel,  denn nicht weniger als 9 Spiele endeten so. Da wäre mehr drin gewesen, wenn das eine oder andere Spiel statt mit einem mit drei Gewinnpunkten abgeschlossen wäre. Grünau machte es jeder Mannschaft schwer, sich selbst aber auch. Das zeigte sie auch mit dem Erreichen ( zum ersten Mal ) des Pokalendspieles, in dem sie dann im 11m-Schießen viermal nicht den Sack zubinden konnten.  Ein treffsicherer Uwe Rohde reicht da eben nicht.  WSG Mitte lag im Herbst abgeschlagen mit 4 Punkten auf dem letzten Platz und kaum jemand als sie selber rechneten noch mit ihnen, zumal der Rückrundenstart ebenfalls in die Hose ging.   Doch ab Spieltag 9 folgten fünf Siege in Folge, die WSG erzielte wieder Tore und der Klassenerhalt war gesichert.  Aufsteiger West 03 hatte mit dem Abstieg in keiner Phase was im Sinn, legt in der Hinrunde ein gutes Polster vor (3. Platz) und konnte sich die Rückrunde so einteilen, dass am Ende der 5. Platz herauskam. Vielleicht ist im kommenden Jahr noch mehr drin.  Für Turbine sah es lange Zeit nach einer besseren Platzierung aus8 am Anfang war man sogar mit ganz vorn), doch die letzten drei Spiele gingen verloren, so dass man sich mit Platz 6, dem schlechtesten Rang im gesamten Spieljahr, bescheiden musste. Absteiger Victoria wird von der Konkurrenz durchgereicht. Die Mannschaft konnte den Abwärtstrend des Vorjahres nicht aufhalten und war von Beginn an im Abstiegskampf verwickelt. Nur zwischen 4. und 9. Spieltag nahm die Mannschaft Platz 6 ein, sonst fand sie sich immer auf einem Abstiegsplatz.  Fünf Punkte in der Rückrunde waren einfach zu wenig. Die Probleme bei Aufsteiger SV 1910 lagen eindeutig im Angriff. Denn acht Tore (jede Serie 4)  zeugen von mangelhafter Durchschlagskraft. Dass man damit trotzdem 9 Punkte holte, zeigte, dass die Mannschaft nie aufgab.

Die meisten Tore in dieser Staffel erzielte Christoph Conradi (TuS Leutzsch)  mit 14 Treffern.

 

1. Kreisklasse

Aus dem anvisierten Dreikampf der Hinrunde wurde schnell ein Zweikampf. Zunächst zeigte Spitzenreiter Nonplusultra (Eintracht Süd) Nerven und vergeigte die ersten beiden Rückrundenspiele. Noch schlechter erging es VSM Städtebau.  Sie verloren gegen die Konkurrenz viermal mit 0:1, gewannen nur gegen den Tabellenletzten Energetik und trennten sich von Nonplusultra torreich 4:4. Mit nur 4 gewonnenen Punkten  in der Rückrunde  wurden sie von Platz 1  ( am 9. Spieltag) noch auf den 5. Rang durchgereicht. LSV Stahlfeuer indes zeigte sich in der Rückrunde  am stabilsten, verlor nur gegen den Connewitzer Mitkonkurrenten und hatte das Glück des Tüchtigen, drei Punkte am grünen Tisch zugesprochen zu bekommen. Damit war der Staffelsieg in einem spannenden Spieljahr gesichert. Nonplusultra fing sich rechtzeitig und sicherte sich den zweiten Platz. Damit haben sich beide Aufsteiger des Vorjahres auch in dieser Klasse durchgesetzt.  Als beste Rückrundenmannschaft erwies sich wie schon in den vergangenen Jahren wieder TSV 76. 17 Punkte holte sie und verlor kein Spiel. Am Ende fehlten ganze 2 Punkte zum Aufstieg. Im nächsten Jahr ist der Mannschaft geraten, schon im Herbst mehr auf das Punktekonto zu schauen.  ATV 1845 pendelte das gesamte Jahr hindurch zwischen den Plätzen 4 und 6. Das klare 3:0 gegen Nonplusultra ließ aufhorchen und sorgte u.a. dafür, dass man sich von den Abstiegsplätzen fernhielt. Aufbau Entwurf stand beständig auf den Plätzen 5 und 6, schummelte einmal, was mit drei Punkten Abzug bestraft wurde, was sich aber auf die Platzierung nicht auswirkte.  Die meisten Spiele von TSV Wahren endeten im Resultat sehr knapp.  In entscheidenden Spielen wurden Punkte abgegeben, die letztendlich zum Klassenerhalt, der wohl schon in der Hinrunde vergeben wurde,  dann fehlten. Somit reichte es nur zum 7. Platz. Die Mannschaft scheint aber in ihrer jetzigen Besetzung stark genug, um den sofortigen Wiederaufstieg  anzupeilen. Das war nicht das Jahr von Energetik. Schon nach der Hinrunde mit gerade 4 Punkte auf Platz 7 stehend verlor die Mannschaft alle Spiele in der Rückrunde und muss nun in der zweiten Kreisklasse einen Neuanfang wagen.

 

2. Kreisklasse

Diesmal hat es für die Stadtwerke gereicht. Im Vorjahr waren noch zwei übermächtige Mannschaften nicht zu verdrängen, doch in diesem Jahr zeigte sich die Mannschaft der übrigen Konkurrenz gewachsen. Von Anfang an spielte sie auf Erfolgskurs, verlor nur zwei Spiele im ganzen Jahr und erzielte mit 12:0 den höchsten Sieg gegen einen allerdings in Unterzahl spielenden Mitkonkurrenten PKM Anlagenbau. Das war allerdings wohl der einzige derbe Ausrutscher dieser Mannschaft. Sie zeigte sich sonst wenig anfällig, war immer auf einen Aufstiegsplatz zu finden. Kurios: man belegt mit einer negativen Tordifferenz den 2.Platz. SG Seehausen, SV Brehmer und auch Bahnstromwerk stellen das Verfolgerfeld dar, hatten teilweise gute Spielergebnisse aufzuweisen, doch um den Aufstieg mitzuspielen, fehlte die Konstanz. Markkleeberg 1886 hatte einen schlechten Start, lag bis zur 5. Runde auf dem letzten Platz und spielte sich erst dann bis auf Rang 6 vor. Der GehörlosenSV hatte nicht ganz die Spielstärke des vergangenen Jahres erreicht, was auch auf  LSV Südwest zutrifft, als man Fünfter wurde. BSV Schönau hatte in der Rückrunde mit personellen Problemen zu kämpfen, so dass  mit den hier erreichten 4 Punkten keine bessere Platzierung heraussprang.

 

Torstatistik: 

Klasse Gesamttore Durchschnitt pro Spiel
1.Stadtklasse 230 4,18
2.Stadtklasse 153 2,73
1. Kreisklasse 154 2,75
2. Kreisklasse 301 4,18
Gesamt 838 3,49

Fair - Play Aufstellung: 

Spielklasse

Gelbe Karten

gelb/rote Karte

Rote Karten

1. SK

71

1

3

2. SK

33

0 1

1. KK

61 0 1

2. KK

77 2 0
Gesamt 242 3 5